Im Fokus: Gregor Mendel und die „Grüne Revolution“

"peas" | via https://www.flickr.com/photos/54912928@N06/5087112309 | Lizenz: CC BY 2.0 © Isabel Eyre

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Gregor Mendel Stamp | via https://www.flickr.com/photos/81461206@N02/ | Lizenz: CC BY 2.0 © Andrea Laurel

Gregor Mendel experimentierte und züchtete im Klostergarten der Augustinerabtei in Brünn, das im heutigen Tschechien liegt. In diesem Kloster ist auch das Mendel Museum untergebracht. Weit davon entfernt angestaubte Geschichte zu archivieren, präsentiert es sich modern und anschaulich.

Lesen Sie hier über die Instandsetzung dieses für die moderne Genetik so wichtigen Gebäudes und die Bedeutung, die Mendels Garten dabei hatte.

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Buchcover "Einheit und Vielfalt" © V&R unipress

Unsere Interviewpartnerin Marianne Klemun hat soeben ein Buch über Franz Unger herausgegeben. Der Paläobotaniker, Biologe, Zellforscher, Ökologe, Geologe, Evolutionist und Kulturwissenschafter wurde schon oft als ›österreichischer Darwin‹ bezeichnet. Bereits um 1840 und damit vor Darwin wirkend, verdient sein Werk mehr als nur eine solche assoziative Gleichsetzung. Das Buch können Sie hier bestellen

Klemun, Marianne (Hg.) (2016): Einheit und Vielfalt. Franz Ungers (1800–1870) Konzepte der Naturforschung im internationalen Kontext. Wien: Vienna University Press bei V&R unipress. ISBN: 978-3-8471-0484-1

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Univ. Prof. Dipl.-Agr.Biol. Dr. Ing. Bernhard Freyer (Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Ökologischer Landbau), den wir für diese Sendung in Uganda interviewt haben, arbeitet dort gerade an einem von APPEAR geförderten Forschungsprojekt, das im Mai 2016 offiziell seine Arbeit aufnehmen wird: Strengthening of Higher Education, Research and Community Outreach in Agro-Ecology in the Rwenzori Region in Western.

In Uganda konnte sich die „zweite Grüne Revolution“, als die die Biotechnologie bezeichnet wird, (noch) nicht durchsetzen. Hier haben kleinbäuerliche Gemeinschaften noch Raum ihre Herausforderungen aufzuzeigen, um dann in Zusammenarbeit mit lokalen Universitäten und anderen Stakeholdern wie NGOs, Communities und staatlichen Forschungseinrichtungen, gemeinschaftlich agrarökologische Lösungen zu erarbeiten. Die BOKU bietet dabei Systemwissen, agroökologisches Know-how und transdisziplinäre Methoden an.

Ein gutes Beispiel für eine multi-funktionale Landwirtschaft kann z.B. die Integration von Bäumen in das agroökologische System sein. Bäume haben einen vielfältigen  Nutzen für das System. Nährstoffe und Wasser werden aus tieferen Bodenschichten verfügbar gemacht, Stickstoff wird fixiert. Sie gewährleisten auch eine teilweise Beschattung der darunter wachsenden Kulturen. Zudem schützen sie vor Starkregen und Wettereinflüssen.

Durch gemeinsames Lernen stärkt das Projekt die kleinbäuerlichen Gemeinschaften: In einem partizipativen Prozess werden im Rahmen des Forschungsprojektes sowohl die Kapazitäten der beteiligten Universitäten gestärkt, als auch die Lern- und Lehrmöglichkeiten der kleinbäuerlichen Gemeinschaften. Darüber hinaus soll aus dem Projekt ein Masterstudium für Agrarökologie entstehen.

Informationen zu APPEAR geförderten Forschungsprojekten finden Sie hier.

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Die Erkenntnisse aus der durch Mendel angestoßenen Genetik kommen vor allem auf dem Gebiet der Biotechnologie zum Einsatz. Durch die genetische Veränderung von Nutzpflanzen wurden Erträge massiv gesteigert – so manche Beurteilung kommt zu dem Schluss, dass damit letztlich eine ansonsten unvermeidliche globale Nahrungsmittelkrise abgewendet werden konnte (siehe z.B diesen Beitrag in National Geographic Deutschland).

Zu einer kritischeren Beurteilung kommt diese ARTE Dokumentation. Heute ist Monsanto weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der derzeit angebauten gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps, Mais und Baumwolle, sind Monsanto-Patente. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile transgene Organismen von Monsanto. Der Dokumentarfilm fragt nach den Gründen für die Aufregung und erklärt, worum es bei gentechnisch veränderten Organismen überhaupt geht. Am Ende steht die Frage, ob Monsanto-Produkte Fluch oder Segen für die Menschheit sind.